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Coronavirus

Virus – Krise – Utopie

Zukunftsvisionen für eine bessere Welt entstehen meist während einer Krise. Das ist heute nicht anders als früher. Eine Ausstellung im Landesmuseum Zürich beleuchtet dieses Phänomen historisch und aktuell. Sie ist bis 27. Juni 2021 zugänglich. 

James Gillray, Die Kuh-Pocken, oder: Die wundervollen Nebenwirkungen der neuen Impfung, 1802. Copyright: Creative Commons

Die Coronapandemie ist die tiefste Zäsur seit dem Zweiten Weltkrieg. Kein Wunder, spriessen auch heute Deutungen und Zukunftsentwürfe aller Art. Die Ausstellung «Virus – Krise –Utopie» im Landesmuseum Zürich spinnt einige Zukunftsfäden: Kommt es zu einer Rückbesinnung auf die regionalen Stärken? Verschiebt sich die Grenze zwischen Mensch und Umwelt zugunsten der Natur? Wird die Impfstoff-Forschung die Pandemie in Kürze beenden?

Visionen einer idealen Gesellschaft

Die Ausstellung beleuchtet auch historische Hintergründe. So verfasste beispielsweise Anfang des 16. Jahrhunderts der englische Staatsmann Thomas Morus die Zukunftsvision einer idealen Gesellschaft, die weder Todesstrafe noch grosse soziale Ungleichheiten kennt. Sein Buch «Utopia» ist in einer Zeit voller Konflikte, Seuchen und gesellschaftlicher Spannungen entstanden und beeinflusste die europäische Gesellschaft während mehreren Jahrhunderten. Es gibt zahlreiche weitere historische Beispiele für in Krisen entstandene Utopien und Zukunftsvisionen.

Breites Spekturum an Utopien

Dieser Blick zurück zeigt, wie breit das Spektrum des utopischen Denkens stets war: Während sich gewisse Utopien als seherische Würfe mit hohem Realitätsgehalt entpuppten, waren andere reine Hirngespinste. Das ist auch bei den heutigen Post-Corona-Utopien so. Die Spannweite reicht von Gehaltvoll-Genialem bis zu total Verdrehtem. Nur, was ist was?

Datum

06.04.2021

Autor
pd/dc

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