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43 Kurzfilme für die 43. Ausgabe

12.02.2019 – An den Schweizer Jugendfilmtagen nehmen 43 Kurzfilme am Wettbewerb teil. Die Ukraine ist die Fokusregion der diesjährigen Ausgabe, die vom 13. bis 17. März 2019 in Zürich stattfindet. Für den Filmnachwuchs werden ein Pitching-Wettbewerb und Ateliers angeboten; die Anmeldefrist läuft bis zum 15. Februar beziehungsweise 3. März.

Am grössten nationalen Filmfestival für Nachwuchsfilmschaffende bleibt die Devise unverändert: Den Schweizer Filmnachwuchs fördern und fordern. An den 43. Schweizer Jugendfilmtagen, die vom 13. bis 17. März 2019 im Theater der Künste und im Kino Xenix in Zürich stattfinden, steht nach wie vor der Kurzfilmwettbewerb im Mittelpunkt. Insgesamt 43 Kurzfilme aus dem ganzen Land messen sich in fünf Kategorien. Zu gewinnen gibt es Preise im Gesamtwert von CHF 15'000. Für ihre Werke haben die jungen Filmerinnen und Filmer ein breites Spektrum an Themen eingefangen. Gedanken junger Frauen über das Frausein, Experimente mit Wutausbrüchen oder gar der Untergang der Schweiz – alle Themen haben eines gemeinsam: Sie sind für die grosse Leinwand bestimmt.

Ukraine als Scharnier zwischen Ost und West
Die Fokusregion des diesjährigen Filmfestivals ist die Ukraine, die jahrhundertelang als Grenzland zwischen Ost und West fungierte und dadurch schon immer in politischen Zwiespälten lag. Davon abgeleitet ist das ukrainische Filmschaffen roh und ehrlich, gleichzeitig aber auch melancholisch und schwermütig. Dies verdeutlichen die beiden Fokusprogramme «Encounters», das ein junges und unabhängiges Kino präsentiert, und «Breaking through Silence – Ukrainian Queer Shots», das einen Blick auf die schwierigen Lebensumstände der homosexuellen und lesbischen Gemeinschaft im religiös konservativen Land wirft.

Masterclass neu im Angebot
Neu werden vier Kurzfilme vorgestellt, die während des BorderPass-Workshops im vergangenen Sommer zum Thema «Reflection» gedreht wurden. Ebenfalls eine Neuerung ist die BorderPass-Masterclass, in der die preisgekrönte Regisseurin Blerta Zeqiri aus dem Kosovo über ihre Erfahrungen in einer konservativ-patriarchalischen Gesellschaft spricht. An den Schweizer Jugendfilmtagen wird ausserdem der Dokumentar-Langfilm «Digitalkarma» von Mark Olexa und Francesca Scalisi gezeigt. Das Kinderprogramm «FABELhafte Mädchen» präsentiert Kurzfilme von Frauen und Mädchen, die sich gegen ihre vermeintlichen Schicksale auflehnen.

Wettbewerb und Ateliers für den Filmnachwuchs
Am Pitching-Wettbewerb «Klappe auf!» haben filminteressierte Jugendliche zwischen 16 und 25 Jahren die Gelegenheit, in zwei kostenlosen Workshops ihre Filmideen zu präsentieren und mit Profis aus der Filmbranche Kontakte zu knüpfen. Den Gewinnerinnen und Gewinnern des Wettbewerbs winkt ein Experten-Coaching für das eigene Filmprojekt. Anmeldeschluss ist am Freitag, 15. Februar. Etwas mehr Zeit, bis zum 3. März, haben Interessierte, um sich für die drei kostenpflichtigen Ateliers des Festivals anzumelden: «Wie wird eine Frauenfigur geschrieben und wie geht man mit Schauspielerinnen am Set um?», «Filmmusik» und «Filmkritik». (pd/mw; Foto: Schweizer Jugendfilmtage)

Weitere Informationen
Das vollständige Programm der Schweizer Jugendfilmtage ist auf www.jugendfilmtage.ch aufgeschaltet.

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