Medienmitteilungen

Am 15. und 16. Mai 2014 haben sich die Verbandsspitzen des Dachverbands Lehrerinnen und Lehrer Schweiz LCH und ihrer Partnerorganisationen, dem Verband Bildung und Erziehung VBE aus Deutschland und der Gewerkschaft Pflichtschullehrerinnen und Pflichtschullehrer GÖD-APS aus Österreich, zum trinationalen Treffen in Berlin zusammengefunden. In ihrer gemeinsamen „Berliner Erklärung zur Inklusion“ halten sie fest, dass grundsätzlich alle Kinder die Möglichkeit haben sollten, die lokale Schule zu besuchen und dort gemäss ihrem Lernstand gefördert zu werden. Die dafür notwendigen Gelingensbedingungen müssten von der Politik jedoch festgelegt und gesichert werden. In der „Berliner Erklärung zur Inklusion“ fordern die drei Lehrerverbände aus der Schweiz, Deutschland und Österreich daher eine professionelle Umsetzung, damit kein Kind zum Verlierer wird.

Hintergrund:
Seit 2007 stehen die drei Partnerorganisationen in regelmässigem und engem Erfahrungsaustausch über die Gelingensbedingungen im Bildungsbereich sowie über die Situation der Lehrerinnen und Lehrer. Bereits 2007 stellten die drei Lehrergewerkschaften klar, dass alle Lehramtstudiengänge grundsätzlich mit einem Master abschließen müssen. Mit der "Wiener Erklärung" 2008 und ihrer gleichzeitigen Forderung, die 600 000 Lehrerinnen und Lehrer der drei Länder, die in den kommenden 15 Jahren in den Ruhestand gehen, hochwertig zu ersetzen, wurde erfolgreich der Handlungsdruck auf die Politik erhöht. Zwei weitere gemeinsame Erklärungen folgten: 2010 die Züricher Erklärung zum Lehrermangel und 2012 die Züricher Erklärung als Kritik der Schulleistungstests.


Medienmitteilung LCH, VBE, GÖD-APS: «Ja zur Inklusion - Politik muss Gelingensbedingungen schaffen»


* Inklusion ist der internationale Fachbegriff für ab Beginn integrierte Kinder. Integration meint in Abgrenzung dazu die nach einer Separation erfolgte (Re-)Integration in die Regelschule. In der Schweiz wird meist generell von Integration gesprochen.

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