26.
Mai 2026

Massnahmen gegen Hitze an Schulen

An Schulen fehlen bislang verbindliche Grenzwerte für Hitzetage. Der LCH fordert in seinem neuen Positionspapier standardisierte Messungen und Sanierungen, wo Grenzwerte überschritten werden.

Messungen aus der Praxis zeichnen ein alarmierendes Bild: Bereits am Mittag sind in Schulzimmern an Sommertagen Temperaturen von 30 Grad Celsius möglich. Nachmittags wurden Spitzenwerte von bis zu 42 Grad Celsius gemessen. Für Kinder sind solche Temperaturen besonders belastend, da sie weniger schwitzen als Erwachsene. Im Schulbetrieb leiden aber auch Erwachsene unter solchen Arbeitsbedingungen: Besonders schwangere Lehrerinnen sowie ältere oder gesundheitlich vorbelastete Lehrpersonen sind gefährdet. Da sich Hitzetage in der Schweiz mittlerweile häufen, fordert der Dachverband der Lehrerinnen und Lehrer Schweiz (LCH) Bund und Kantone zum Handeln auf. 

Er empfiehlt, für den regulären Unterricht einen verbindlichen Grenzwert in Innenräumen festzulegen. Nach reichlicher Prüfung setzt der LCH diesen bei 26 Grad Celsius an. Dabei handelt es sich um einen kritischen Schwellenwert für die kognitive Leistungsfähigkeit, wie er in seinem neuen Positionspapier «Wirksamer Hitzeschutz an Schulen» schreibt. Studien zeigten, dass die Konzentration und Produktivität ab 26 Grad Celsius messbar abnehmen. Viele Schweizer Schulbauten sind für Hitzetage nicht gerüstet. Schulgebäude und Aussenbereiche müssen darum hitzetauglich werden. Sanierungen seien unumgänglich.

Datum

26.05.2026

Publikation
Positionspapiere