Europäische Tage des Denkmals: Das Kulturerbe gekonnt pflegen

Damit Materialien und Konstruktionen jahrhundertelang halten, braucht es Fachwissen und spezifische Fertigkeiten. An den Europäischen Tagen des Denkmals Anfang September können Besucherinnen und Besucher bei der Pflege des Kulturerbes selber Hand anlegen oder den Fachleuten zuschauen. 

Bild: © Roman Keller, Zürich

Materialien und Konstruktionen überdauern die Jahrhunderte – vorausgesetzt, sie sind hochwertig, und wir wissen, wie sie instand zu halten sind. Auf dieses Wissen und Können hinter unserem Kulturerbe richten die 28. Europäischen Tage des Denkmals am 11. und 12. September 2021 den Blick. 

Was ein Kulturgut ausmacht 

Unter dem Motto «Gewusst wie» wird die Frage angesprochen, wie Kulturgüter gepflegt und weiterentwickelt werden können, damit Materialien und Konstruktionen nicht wie billige Ware nach kurzer Zeit zerfallen. Um schützenswerte Werke gekonnt zu restaurieren und für die Nachkommen zu erhalten, braucht es Fachwissen und Fertigkeiten. Unter dem Patronat von Bundesrat Alain Berset finden 2021 in der ganzen Schweiz über vierhundert kostenlose Führungen, Spaziergänge, Ateliers und Gesprächsrunden zu diesem Thema statt. 

Hands-on oder aus der Beobachterperspektive 

Die Besucherinnen und Besucher der Denkmaltage können historisches Handwerk hautnah erleben und selbst mitmachen. Zum Beispiel ist es dieses Jahr möglich, im Bielersee die Suche nach Spuren von Pfahlbauten live mitzuverfolgen und die Tauchbrille aufzusetzen. Daneben kann das Publikum Handwerkerinnen und Handwerkern über die Schultern blicken: Diese bauen Trockenmauern, binden Bücher, brennen Kalk, pressen Öl, schneiden Schindeln, schmieden Nägel oder vergolden Bilderrahmen. Landauf, landab stehen an den Denkmaltagen die Türen zu bestechend schönen Meisterwerken aller Epochen offen, die dank jahrhundertealter und moderner Handwerkskunst und Techniken weiterleben.

Datum

07.07.2021

Autor
pd/mw