Anstellungsbedingungen
Lehrermangel

Kantonale Vorstösse gegen den Lehrermangel lanciert

An der Präsidentenkonferenz LCH in Zürich beschlossen die Präsidentinnen und Präsidenten, das Datenmonitoring in den Kantonen voranzutreiben. Ziel ist es, gegen den qualitativen Lehrpersonenmangel vorzugehen. Zudem wurde ein Positionspapier zu den Anstellungsbedingungen verabschiedet. 

Die Präsidentenkonferenz LCH beschloss, Vorstösse zu lancieren, um gegen den qualitativen Lehrermangel vorzugehen. Bild: iStock/skynesher

Nach zwei Jahren im digitalen Format fand die Präsidentenkonferenz LCH am 23. April 2022 wieder in Präsenz in Zürich statt. Franziska Peterhans, Zentralsekretärin LCH, informierte die Präsidentinnen und Präsidenten über einen Vorstoss im Kanton Aargau. Dieser fordert die Regierung auf, mit einem Monitoring zu erheben, wie viele Stellen mit adäquat ausgebildeten und qualifizierten Lehrerinnen und Lehrern besetzt werden konnten. Hintergrund des Vorstosses ist der sogenannte qualitative Lehrpersonenmangel. 

Koordinierte Aktion 

Die GL LCH hat den Präsidentinnen und Präsidenten vorgeschlagen, ähnlich lautende Vorstösse in weiteren Kantonen zu lancieren. «Eine konzertierte Aktion wäre eine griffige Möglichkeit, um endlich an diese Daten zu kommen», unterstrich Peterhans. «Wenn man Massnahmen gegen den Lehrpersonenmangel ergreifen will, muss man wissen, wo der Hebel anzusetzen ist.» In der Abstimmung befürwortete eine grosse Mehrheit die vorgeschlagene Vorstosskaskade. Die Zentralsekretärin freute sich über dieses starke Zeichen und kündigte an, dass der LCH die kantonalen Mitgliedsorganisationen unterstützen wird. 

Standespolitischer Fahrplan 

Als nächstes war das Positionspapier zu den zeitgemässen Anstellungsbedingungen für Lehrpersonen an der Volksschule traktandiert. «Wir möchten als Verband nicht nur sagen, Löhne rauf und Arbeitszeit runter, sondern auch festhalten, wie es für uns korrekt ist», betonte Franziska Peterhans die Bedeutung dieses im Jahr 2014 erstellten, standespolitischen Grundsatzdokuments. Mit dem Blick für präzise Formulierungen feilten die Präsidentinnen und Präsidenten an den neun Forderungen des Positionspapiers, die in der Schlussabstimmung angenommen wurden. Diese drehten sich unter anderem um die Jahresarbeitszeit, den Berufsauftrag und den Stufenanstieg. 

Weitere Themen an der Präsidentenkonferenz waren die Zusammenführung der Pädagogischen Kommission und der Sonderpädagogischen Kommission und die Verabschiedungen von Vizepräsident Samuel Zingg und Zentralsekretärin Franziska Peterhans. Ein ausführlicher Bericht folgt in der Maisausgabe 2022 von BILDUNG SCHWEIZ. 

Datum

23.04.2022

Ort
Zürich

Autor
Maximiliano Wepfer

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