Wird die Schweiz ab 2027 wieder am Programm «Erasmus plus» teilnehmen? Der Bundesrat strebt einen erneuten Beitritt an. Das EU-Programm fördert allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport und ermöglicht in diesen Bereichen Austausch, Mobilität und internationale Zusammenarbeit.
Die Teilnahme ist dem Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz (LCH) ein grosses Anliegen. Geschäftsleitungsmitglied Sandra Locher Benguerel vertrat den LCH an der Pressekonferenz der schweizerischen Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände am 3. September in Bern. Die Verbände riefen die Parlamentarierinnen und Parlamentarier dazu auf, in der Herbstsession der Finanzierung des Programms zuzustimmen.
Locher betonte die Bedeutung des Programms für Lehrpersonen, für pädagogische Hochschulen sowie für die Schülerinnen und Schüler. Letzteren ermöglicht «Erasmus plus» niederschwellige Möglichkeiten für Auslandsaufenthalte.
«Erasmus plus» stärkt auch den Lehrberuf
Locher sieht viele Vorteile – insbesondere auch für das allgemeine Bildungsniveau in der Schweiz. «Erasmus stärkt den Lehrberuf», sagte sie. Der internationale Austausch erweitere das pädagogische Fachwissen und die sprachlichen Kompetenzen von Lehrpersonen, Dozierenden und Studierenden. «Das alles kommt der hiesigen Unterrichtsqualität zugute.»
«Die Teilnahme sorgt dafür, dass die Schweiz weiterhin ein starker Bildungsstandort bleibt.»
Sandra Locher Benguerel, LCH-Geschäftsleitungsmitglied
Andere Schulsysteme nicht nur kennenzulernen, sondern diese auch praktisch zu erfahren, bereichere die eigene Unterrichtsqualität der Lehrpersonen, sagte Locher. «Die Teilnahme sorgt dafür, dass die Schweiz weiterhin ein starker Bildungsstandort bleibt.» Das zahle sich in mehrfacher Hinsicht aus. Denn der Austausch stärke auch die Wettbewerbsfähigkeit und habe somit einen wirtschaftlichen Effekt. Dies rechtfertige auch die Kosten. «Erasmus ist eine gezielte Investition in unsere Bildung.»
