LCH-Positionspapier

Lehrpersonen sollen Lehrmittel auswählen können

Für einen guten Unterricht brauchen Lehrpersonen Spielraum. Das gilt auch bei der Auswahl von Lehrmitteln. Da Kohärenz aber auch wichtig ist, plädiert der LCH in seinem neuen Positionspapier für die so genannte geleitete Lehrmittelfreiheit.

Der Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz (LCH) setzt sich für eine Lehrmittelpolitik ein, die den Lehrpersonen aller Stufen ausreichend Auswahlfreiheit gibt. Die gemeinsamen Bildungsziele sollen dabei aber nicht vernachlässigt werden. Ziel ist eine Balance zwischen
pädagogischem Gestaltungsspielraum und der Einhaltung gemeinsamer Bildungsziele. 

Im Posititionspapier «Zeitgemässe Lehrmittel und Lehrmittelfreiheit als Schlüssel für differenzierten Unterricht» plädiert der LCH für eine geleitete Lehrmittelfreiheit. Wichtig ist auch, dass Lehrmittel so aufgebaut sind, dass sie die Lehrperson dabei unterstützen, auf die Heterogenität der Lernenden eingehen zu können. Sie sollen zudem modernen Anforderungen genügen und darum in digitalen, hybriden und analogen Formaten verfügbar sein. Das Ziel muss sein, Lehrmittel langfristig nutzen und wiederverwenden zu können. Dies auch im Hinblick auf die finanzielle Belastung von Schulen. 

Eine Lehrmittelpolitik, die auf Vertrauen in die Professionalität der Lehrpersonen setzt und ihnen gleichzeitig
Orientierung und Unterstützung bietet, ist der Schlüssel, um den vielfältigen Anforderungen der Schule von heute
und morgen zu begegnen.

Datum

02.06.2026

Publikation
Positionspapiere