Heilpädagogik
Schulische Integration

Umfrage zur Schulischen Integration

Eine von den Lehrpersonen Graubünden (LEGR) im Frühling 2015 durchgeführte Umfrage bei Heilpädagoginnen und Heilpädagogen zur Schulischen Integration hat ergeben, dass die Zusammenarbeit mit den Klassenlehrpersonen mehrheitlich als zielführend und bereichernd wahrgenommen werde.

(bm) Im Anschluss an eine Umfrage zur Schulischen Integration bei Klassenlehrpersonen führte der LEGR im vergangenen Frühling zusätzlich eine Umfrage bei Schulischen Heilpädagoginnen und Heilpädagogen (SHP) durch. Von den rund 257 angeschriebenen Mitgliedern der LEGR-Fraktion Heilpädagogik haben 180 Personen teilgenommen. Das entspricht einem Rücklauf von 70 Prozent.

Die Auswertung der Antworten hat deutlich gemacht, dass die Herausforderungen für die Heilpädagoginnen und Heilpädagogen komplexer geworden sind. Im Vergleich zu früher, als sie oftmals zur «Unterstützung von einzelnen Schülern» eingesetzt wurden, fungieren Heilpädagoginnen und Heilpädagogen heute mehr als «Fachperson für besondere Bedürfnisse», wie es in der Zusammenfassung der Ergebnisse durch die LEGR-Geschäftsleitung heisst.

Positiv werden von den Teilnehmenden die Zusammenarbeit mit den Klassenlehrpersonen, das vielfältige Tätigkeitsfeld sowie der Lernerfolg der Schülerinnen und Schüler mit besonderen Bedürfnissen bewertet, der durch die Integration nicht vermindert, sondern gleich bleibe oder gar verstärkt werde.

Schwierigkeiten bei der Schulischen Integration ergeben sich laut Umfrage dann, wenn Schülerinnen und Schüler mit Verhaltensauffälligkeiten den Unterricht beeinträchtigen. Dies könne sich negativ sowohl auf den Lernerfolg als auch auf das Lerntempo auswirken. Die Qualität der Zusammenarbeit mit den Klassenlehrpersonen sei zudem stark personenabhängig und könne negativ beeinflusst werden, «wenn sehr unterschiedliche Auffassungen zur Klassenführung im integrativen Setting bestehen, wenn die Klassenlehrperson zu wenig auf die Integration vorbereitet wurde oder die SHP keine Ausbildung oder keine Erfahrung hat.» Weitere Unzufriedenheiten treten bei teilweise erschwerten Arbeitsbedingungen und der Entschädigung von Besprechungslektionen auf.

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Die Umfrage, deren Auswertung und Interpretation können Sie hier abrufen.