Altersvorsorge
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Volksabstimmung

AHVplus – für eine starke AHV

Die Beiträge aus AHV und Pensionskasse können heute in vielen Fällen nicht mehr den bisherigen Lebensstandard garantieren. Dies betrifft auch die Lehrerinnen und Lehrer. Ein Ja zur AHVplus-Initiative am 25. September korrigiert diesen Leistungsabbau.

Lehrerinnen und Lehrer zahlen immer mehr in die Pensionskasse ein, erhalten aber je länger je weniger Rente aus der zweiten Säule. Besonders benachteiligt sind Lehrerinnen, die aus familiären Gründen Teilzeit arbeiten und deshalb Lücken im Aufbau der zweiten Säule haben. Ihre Renten werden deutlich tiefer ausfallen. «Lehrerinnen sind daher auf eine Rente in der bisherigen Höhe angewiesen», betont Beat W. Zemp, Zentralpräsident LCH. «Sinkt der Umwandlungssatz, dann können immer weniger Lehrpersonen nach der Pensionierung mit ihren Renten aus AHV und Pensionskasse die ‹gewohnte Lebenshaltung in angemessener Weise› fortsetzen, wie es die Verfassung vorschreibt.» LCH und SER unterstützen daher die Volksinitiative, die am 25. September zur Abstimmung kommt.

Anpassung der AHV-Renten ist überfällig
Die AHV ist die sicherste Altersvorsorge. Da die AHV-Renten aber seit rund 40 Jahren nicht verbessert, sondern lediglich alle zwei Jahre der Teuerung und nur teilweise der Lohnentwicklung angepasst wurden, ist eine Anpassung jetzt überfällig. Die AHVplus-Initiative verlangt eine Erhöhung der AHV-Renten um 10 Prozent. Die Initianten schlagen vor, diesen Zustupf über je 0,4 Lohnprozente für Arbeitsnehmende und Arbeitgebende zu finanzieren. Eine Angestellte/ein Angestellter mit einem Monatslohn von CHF 6000.– müsste gerade mal 27 Franken mehr pro Monat bezahlen. Dafür erhielte sie/er später aber eine deutlich höhere Rente. Das schafft keine Pensionskasse und keine dritte Säule. «Ohne Kompensation dieser Kürzungen durch eine massvolle Erhöhung der AHV-Renten um 10 Prozent ist dieser massive Rentenabbau in der zweiten Säule nicht zu verkraften», ist Beat W. Zemp überzeugt.

Wer rechnet, stärkt die AHV
Das ist gut investiertes Geld», doppelt Franziska Peterhans, Zentralsekretärin LCH, nach. «Um in der Pensionskasse die gleiche Rentenerhöhung zu erzielen, müsste Frau oder Mann mindestens den doppelten Betrag einbezahlen. Das sind die Fakten!», betont sie. Alles andere sei Interessensbekundung der Grossverdiener, weil für die AHV alle, auch Spitzenverdiener, auf ihren Löhnen und Boni den gleichen Prozentsatz bezahlen würden. «Darum: Wer rechnet, stärkt die AHV und stimmt am 25. September Ja zu AHVplus-Initiative.» (pd/bm)

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