Abbaumassnahmen
Standespolitik

BL: Sparpläne im Bildungsbereich

Am 8. Juli 2015 hat die Regierung des Kantons Basel-Landschaft ihre Finanzstrategie bekannt gegeben. Sie umfasst 132 Massnahmen, die den Staatshaushalt bis 2019 um 188 Mio. Franken entlasten sollen. Für das Ungleichgewicht im Staatshaushalt seien laut Medienmitteilung vor allem die Kosten in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Soziales verantwortlich. 

Die von der Basellandschaftlichen Regierung am 8. Juli 2015 präsentierte Finanzstrategie für die Jahre 2016 bis 2019 hat das Ziel, einen nachhaltig ausgeglichenen Staatshaushalt zu erreichen. Die Strategie mit insgesamt 132 Massnahmen betreffen alle Bereiche, heisst es in der Medienmitteilung des Regierungsrats. «Sie umfassen Optimierungen und Synergiegewinne bei der so beispielsweise Optimierungen und Synergiegewinne bei der Erbringung öffentlicher Leistungen, zielgerichtetere Beiträge, die Aufhebung einzelner Leistungsaufträge, verwaltungsinterne Effizienzsteigerungen sowie die Ausschöpfung von bisher nicht genutztem Ertragspotenzial.» Parallel zum Leistungsabbau werde in der kantonalen Verwaltung mittelfristig ein Stellenabbau mit dem Ziel einer Reduktion des Personalaufwandes um 10 Prozent erfolgen, hinzu käme, dass die Löhne ab 2016 um ein Prozent gesenkt würden.

Die wichtigsten Massnahmen, welche die Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion betreffen werden, sind:

  • Reduktion Beitrag Universität Basel (CHF 25 Mio.) 

  • Reduktion Kulturvertragspauschale um 50 Prozent (CHF 4,9 Mio.) 

  • Erhöhung maximale Klassengrösse Sek I und II (CHF 4,2 Mio.) 
-  Streichung Privatschulbeiträge (CHF 2,2 Mio.) 

  • Verstetigung Erhöhung Pflichtlektionen Sek I und II (CHF 3,0 Mio.) 

  • Überführung BVS 2 in einjähriges Brückenangebot (CHF 1,6 Mio.)


Weiterlesen

Medienmitteilung des Regierungsrats des Kantons BL vom 8.7.2015: «Finanzstrategie 2016 – 2019»

Mitteilung des Lehrerinnen- und Lehrervereins Basellands vom 8.7.2015: «Die regierungsamtlichen Sparpläne im Bildungsbereich»

Basellandschaftliche Zeitung vom 8.7.2015: «Hunderte Lehrer verlieren Job»

Datum

09.07.2015

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