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Nichtstaatlichen Akteuren in der Bildung auf die Finger schauen

Die Unesco hat den Weltbildungsbericht 2021/22 veröffentlicht. Dieser thematisiert die Rolle nichtstaatlicher Akteure im Bildungssystem. Die Unesco warnt dabei vor Ungleichheiten und fordert bessere staatliche Aufsicht für private Institutionen.

Bild: iStock/diego_cervo

Nichtstaatliche leisten zunehmend einen wichtigen Beitrag, um inklusive und chancengerechte Bildung für alle zu ermöglichen, schreibt die Unesco in ihrem Weltbildungsbericht dem Global Education Monitoring Report 2021/22. In dem Bericht, der die Schweizer Unesco-Kommission Anfang Februar vorstellte, untersuchte die Unesco die Rolle nichtstaatlicher Akteure in der Bildung. Diese gehe über die Bereitstellung von Schulbildung hinaus und betreffe verschiedene Bildungsebenen und Einflussbereiche, heisst es weiter.

Bildung zwischen Freiheit und Kontrolle

Im Weltbildungsberich ruft die Unesco die Regierungen dazu auf, alle Institutionen, Lernenden und Lehrpersonen als Teil eines einzigen Systems zu betrachten. Das Recht auf Bildung für alle müsse geschützt und der Zugang zu kostenfreier Grundbildung erleichtert werden. Die Regierungen sollen, so die Unesco, mit Standards, Informationen, Anreizen und Rechenschschaftspflicht das Recht auf Bildung für alle durchsetzen. Der Bericht betont die Wichtigkeit von Transparenz und Integrität in der Bildungspolitik, um Eigeninteressen zu verhindern und Innovation im Sinne des Gemeinwohls zu fördern.

Die Unesco fordert nun, nicht-staatliche Anbieter im Hinblick auf Gerechtigkeit und Wahlfreiheit sowie in Bezug auf geförderte Eigeninitiative und nötige Standards für Chancengleichheit zu hinterfragen. Öffentlich finanzierte Bildung müsse nicht unbedingt von der öffentlichen Hand bereitgestellt werden, aber Ungleichheiten bei den Erfolgschancen sowie bei den Arbeitsbedingungen der Lehrpersonen müssten beseitigt werden. Staaten sollen ausserdem den Zugang kostenfreier Grundbildung erleichtern.