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Digitalisierung
Schulentwicklung

Onlinekonferenz zu Covid-19 und Schule

Vom 1. bis 4. September 2020 hat online das World Education Leadership Symposium stattgefunden. Expertinnen und Experten aus 60 Ländern haben aktuelle Herausforderungen für Schule und Bildung – unter anderem ausgelöst durch Covid-19 – diskutiert.

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Wie jedes Jahr hat das Institut für Bildungsmanagement und Bildungsökonomie (IBB) der PH Zug das World Education Leadership Symposium durchgeführt. Wegen des Coronavirus fand es dieses Jahr in Form einer Onlinekonferenz statt. Das Coronavirus selbst war zudem Programm des Symposiums. Rund 700 Expertinnen und Experten aus der weltweiten Bildungsbranche diskutierten in Zoommeetings die aktuelle Bildungssituation.

Digitalisierung und Anforderungen

Die Teilnehmenden sprachen über die Auswirkungen von Covid-19 auf Schule und Bildung und darüber, ob es einen Schereneffekt geben würde. Die Digitalisierung war ebenfalls Thema: Erlebt sie einen Aufschwung durch Covid-19? Welche Anforderungen stellen sich an den Fernunterricht – dort wo er allenfalls (wieder) erforderlich ist? Aber auch generelle Herausforderungen und Zukunftslösungen für die Schule von morgen wurden diskutiert. Eine Forderung lautete etwa, dass Inklusion und Chancengleichheit in sämtlichen bildungspolitischen Fragen als Prinzipien gesehen werden sollten.

Learning Design

Am dritten Tag wurden in zwei Diskussionsrunden einerseits die Digitalisierung in der Bildung und andererseits die Ansätze für die Schulentwicklung näher betrachtet. Isabel Tarling vom «Two Oceans Graduate Institute» in Südafrika sprach beispielsweise über die Wichtigkeit von Learning Design. Ob ein Computer im Klassenzimmer stehe oder nicht, spiele erst einmal keine Rolle. Was den Unterschied mache, sei das Learning Design. Dieses Konzept unterstützt Lehrpersonen bei der Abstimmung der Lernziele, Lehr- und Lernmethoden sowie der Prüfungsformen.

Rückblick und Ausblick

Jolanda Hermanns von der Universität Potsdam berichtete von einem Kurs in organischer Chemie, der wegen dem Coronavirus zu einem Onlinekurs umfunktioniert wurde. Das Monitoring davon, wie die Studierenden die Angebote nutzten, sollte den Lehrenden bei der Gestaltung von künftigen Onlinekursen helfen. In der Diskussionsrunde zur Schulentwicklung sprachen Expertinnen und Experten aus den USA, Australien und der Schweiz. Rose Marie Ylimaki von der Northern Arizona University erzählte unter anderem, welche Herausforderungen die amerikanischen Schulen derzeit beschäftigen und was es braucht, um diese zu stemmen. Rassismus und Diversität durch zunehmende Migration waren nur zwei Herausforderungen, die sie nannte. Das Zoommeeting war gut besucht, über 40 Personen hörten zu.

Am letzten Nachmittag präsentieren Bildungswissenschaftlerinnen und- wissenschaftler aktuelle Forschungsergebnisse zu Covid-19, Schule und Bildung. Wichtige Ergebnisse zu diesem Thema hat das IBB mit dem Schulbarometer zusammengetragen. Die dazugehörige Website wird laufend aktualisiert.

Weitere Informationen

www.wels.edulead.net   

Datum

04.09.2020

Autor
Anna Walser

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