Digitalisierung
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Harmonisierung

Stabsübergabe bei der EDK

Zweite Bilanz über die Harmonisierung der obligatorischen Schule, Erarbeitung einer Strategie zu Bildung und Digitalisierung, Sprachenfrage: Über diese und weitere Themen sprachen Silvia Steiner, neue Präsidentin der Schweizerischen Konferenz der Kantonalen Erziehungsdirektoren EDK und Christoph Eymann, scheidender EDK-Präsident, an einer gemeinsamen Medienkonferenz. 

Die Schweizerische Konferenz der Kantonalen Erziehungsdirektoren EDK befindet sich mit ihrem Tätigkeitsprogramm 2015 bis 2019 in einer Phase der Konsolidierung. Darauf wiesen Regierungsrätin Silvia Steiner, seit 1. Januar 2017 Präsidentin der EDK, und Regierungsrat Christoph Eymann, scheidender EDK-Präsident, an einer gemeinsamen Medienkonferenz hin. Man habe in den vergangenen Jahren wichtige Instrumente geschaffen wie z.B. neue Konkordate unter den Kantonen oder das nationale Bildungsmonitoring zusammen mit dem Bund. Jetzt gelte es in erster Linie, die vereinbarten Lösungen umzusetzen und die neu geschaffenen Instrumente gut zu nutzen. Die Schaffung von neuen Konkordaten sei zurzeit nicht vorgesehen. 

Bilanz über die Harmonisierung der obligatorischen Schule
Das aktuelle Tätigkeitsprogramm der EDK betrifft die Programmperiode bis 2019. 2019 werde die EDK eine zweite Bilanz über die Harmonisierung der obligatorischen Schule ziehen. «Dabei wird die EDK erstmals über Ergebnisse von Evaluationen verfügen, die zeigen, wie gut die Schülerinnen und Schüler die 2011 von der EDK festgelegten nationalen Bildungsziele erreichen», schreibt die EDK in ihrer Medienmitteilung vom 17. Januar 2017. Die stichprobenbasierten Erhebungen seien 2016 (Mathematik am Ende der obligatorischen Schule) durchgeführt worden resp. seien für 2017 geplant (Schulsprache und erste Fremdsprache am Ende der Primarstufe).

Sprachenfrage: Zeit geben und Lehrpersonen unterstützen
«Beim Sprachenunterricht sind in den nächsten Jahren vor allem die Kantone gefordert, die heute in 23 Kantonen umgesetzte Sprachenstrategie zu halten respektive sich der Lösung noch anzuschliessen», steht in der Medienmitteilung weiter. Unterstützung von der nationalen Ebene gebe es u. a. im Bereich Schüleraustausch von der neuen nationalen Fachagentur (Movetia, wird in BILDUNG SCHWEIZ 2/17 vorgestellt, Anm. der Redaktion). Geplant seien zudem EDK-Empfehlungen und ein Good-Practice-Bericht. Die EDK-Präsidentin unterstrich, dass es in der Sprachenfrage heute vor allem Ruhe und Sachlichkeit brauche. Man müsse der Schule Zeit geben und die Lehrpersonen angemessen unterstützen. An der Medieninformation ebenfalls erwähnt wurden geplante Arbeiten zur gymnasialen Ausbildung, die Totalrevision der Interkantonalen Universitätsvereinbarung oder die Erarbeitung einer Strategie zu Bildung und Digitalisierung. Hingewiesen wurde auch auf den dritten Bildungsbericht, der 2018 erscheinen wird. (pd)


Weitere Informationen
Medienmitteilung EDK vom 17.01.2017: Konsolidierung bei der interkantonalen Bildungszusammenarbeit