Social Media

Verhaltensprobleme durch Handynutzung?

Die Handynutzung spielt heute eine wichtige Rolle im Leben von Jugendlichen. Aber noch ist wenig bekannt, wie sich dies auf die Gesundheit und das Verhalten auswirkt. Ein laufendes Nationalfondsforschungsprojekt und ein neues EU-Projekt wollen in dieser Frage mehr Klarheit schaffen.

Seit Jugendliche von Flatrate-Angeboten profitieren können, gehören sie zu den intensivsten Handynutzern. Damit stellt sich die Frage, ob die Handystrahlung die Gesundheit, die Lernfähigkeit oder das Verhalten der Jugendlichen beeinträchtigt? Oder sind eher Begleiterscheinungen der Handynutzung problematisch wie, dass viele Jugendliche ständig online sind und auch nachts durch ihr Handy geweckt werden? Solchen Fragen geht die vom Schweizerischen Nationalfonds finanzierte Studie HERMES («Health Effects Related to Mobile Phone use in Adolescents») nach. 


Mit Strahlenmessgerät unterwegs
Seit Juni 2012 haben in den Innerschweizer Kantonen 439 Schüler aus der 7. und 8. Klasse an der HERMES-Studie teilgenommen. Sowohl Schülerinnen und Schüler als auch ihre Eltern füllten einen Fragebogen zu Gesundheits- und Verhal­tensaspekten und zur Mediennutzung aus. Zusätzlich absolvieren die Schüler am Computer standardisierte Aufmerksamkeits- und Merkfähigkeitstests. Zwischen Juni 2013 und Februar 2014 wurden die Untersuchungen bei den gleichen Schülern wiederholt, damit die Daten im Längsverlauf analysiert werden können und so zwischen Ur­sache und Wirkung unterschieden werden kann. Um die Strahlenbelastung von ­Jugendlichen detailliert zu untersuchen, tragen rund 100 Teilnehmende während 2–4 Tagen ein persönliches Strahlenmessgerät bei sich und füllen ein Aktivitätstagebuch aus. Zurzeit laufen die Auswertungen. 

Erste Resultate
Erste Resultate haben ergeben, dass der Unterschied in der WLAN-Strahlungsmessung 
zwischen Schülern aus Schulhäusern mit und ohne WLAN gering ist. 

Vollständiger Artikel
Lesen Sie den gesamten Artikel in BILDUNG SCHWEIZ 03 | 2014 nach. 

Teilnehmende für neues EU-Projekt gesucht! 
Im Rahmen eines EU-Projekts zu den gesundheitlichen Auswirkungen der Mobilfunkstrahlung auf Jugendliche werden die Untersuchungen der HERMES-Studie im Jahr 2014 und 2015 weitergeführt. In die Studie eingeschlossen werden Jugendliche im 7. und 8. Schuljahr aus allen Schulstufen aus den Kantonen BL, BS, LU, NW, OW, SZ, UR und ZG. Die Studie und Computertests werden in der Schule durchgeführt. Das Studienteam würde sich freuen, wenn Sie als Lehrperson bereit sind, sich mit Ihrer Klasse an der Studie zu beteiligen. Natürlich bleibt die Studienteilnahme für jede Schülerin und jeden Schüler freiwillig und eine Einverständniserklärung wird von den Schülern und Eltern eingeholt. Alle Daten werden anonymisiert und Rückschlüsse auf einzelne Studienteilnehmende werden nicht möglich sein. Die Studie ist von der Ethikkommission geprüft und bewilligt worden. Das Studienteam ist gerne bereit, Lehrpersonen mit Fachinformationen oder Fragestunden zum Thema zu unterstützen. Kontakt: Milena Foerster, Studienassistentin, 061 284 86 14, milena.foerster@unibas.ch; Prof. Dr. Martin Röösli, Studienleiter, 061 284 83 83, martin.rooslinoSpam@unibas.noSpamch

Pressestimmen
Schauen Sie sich die aktuellen Pressestimmen rund um die Handynutzung unter folgendem Link an: LCH in den Medien

Datum

11.03.2014

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