Immer wieder – und von verschiedenen Seiten – wird die integrative Schule für gescheitert erklärt: Das Leistungsniveau der Volksschule sinke, Lehrpersonen seien überlastet und zudem koste die Umsetzung zu viel. Was jene denken, die täglich damit zu tun haben, war bisher unbekannt. Der Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz (LCH) schliesst nun diese Lücke: An seiner Jahresmedienkonferenz vom 13. August präsentierte er die Ergebnisse einer breit angelegten Umfrage unter seinen Mitgliedern. Über 10'000 Lehrpersonen aus allen drei Zyklen der obligatorischen Schulzeit machten mit.
Die Präsentation der Ergebnisse stiess auf grosses Interesse. LCH-Präsidentin Dagmar Rösler konnte im Hotel Bern die Medienschaffenden begrüssen: «Die integrative Schule ist zum Zankapfel geworden», stellte Rösler fest. Die Verbandspräsidentin betonte aber auch, dass die Kritik auf wackeligem Fundament stehe. Diese «mit Halbwahrheiten und Anekdoten befeuerte Diskussion» könne man nun mit Fakten untermauern, sagte sie weiter.
