Erstmals wird deutlich, was Lehrpersonen von der integrativen Schule halten. Der Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz (LCH) befragte seine Mitglieder zu diesem Thema und die Antworten kamen zahlreich: Dank den über 10'000 Lehrpersonen, die uns ihre Haltung anvertraut haben, ist die Umfrage repräsentativ und gibt den Entscheidungsträgerinnen und -trägern der Bildungspolitik sowie der Öffentlichkeit einen Einblick darüber, wie es um die integrative Schule steht.
Was lässt sich aus der Umfrage ableiten? Positiv hervorzuheben ist, dass die Grundidee der integrativen Schule von einer knappen Mehrheit der Lehrpersonen getragen wird. Sie sehen darin eine Chance zur Förderung sozialer Kompetenzen und erleben die Lernfortschritte von Kindern mit besonderem Förderbedarf als bereichernd. Dennoch sind rund 48 Prozent der Befragten skeptisch: Dies ist ein Ausdruck einer erlebten Überlastung durch unzureichende Ressourcen. Was heisst das? Es wird deutlich, dass die strukturellen Rahmenbedingungen und die pädagogischen Ziele derzeit nicht im Einklang stehen, Sie müssen dringend aufeinander abgestimmt werden.
Sobald Kinder mit hohem Förderbedarf integriert sind, sollten Klassen kleiner sein.
