Geht es nach dem Berufsverband Bildung Bern, soll die Bildungsqualität in der Verfassung des Kantons festgeschrieben werden. Für diese Anpassung wurden 20'427 Unterschriften gesammelt – für das Zustandekommen wären lediglich deren 15'000 notwendig gewesen. Nachdem der Regierungsrat die Initiative ablehnte, tat es ihm auch der Grosse Rat, die Legislative, gleich. Auch die Forderung nach einem Gegenvorschlag fand keine Mehrheit. Der Verband spricht von einer verpassten Chance. Nun wird die Vorlage voraussichtlich im September oder November zur Abstimmung kommen.
Mehrere Bildungsinitiativen
Auch in anderen Kantonen wurden gleichlautende Vorstösse eingereicht. So lehnte die Aargauer Regierung wie das Parlament die Verankerung der Bildungsqualität in der Verfassung ebenfalls ab. Diese Initiative wurde vom Berufsverband Bildung Aargau eingereicht. Am 14. Juni wird es dort zum Urnengang kommen.
Die Initiativen kamen im Zusammenhang mit dem Aktionsplan Bildungsqualität zustande, den der Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz (LCH) gemeinsam mit seinen Kantonalverbänden lanciert hat. Mit Initiativen, Petitionen und anderen Aktionen sollen die Kantone zum Handeln bewegt werden.
