«Oft sind Konzentrationsstörungen eine direkte Folge der Social-Media-Nutzung und den dazugehörigen Suchtmechanismen. Ein weiteres Problem sind die verstörenden Inhalte, die für Kinder und Jugendliche inzwischen zum Alltag gehören», sagt Dagmar Rösler, Präsidentin des Dachverbands Lehrerinnen und Lehrer Schweiz (LCH).
Weil Lehrerinnen und Lehrer die Probleme kennen, die Jugendliche mit dem digitalen Raum haben, unterstützt die LCH-Geschäftsleitung die Anfang März lancierte Internet-Initiative und empfiehlt, sie zu unterschreiben.
Die Forderungen der Initiative decken sich zudem mit jenen, die der LCH im Positionspapier «Verantwortungsvoller Umgang mit digitalen Medien» formuliert hat. Von der Politik verlangt der LCH gesetzliche Schutzmassnahmen, die riskante Inhalte begrenzen, manipulative Algorithmen entschärfen und eine datensparsame Altersprüfung gewährleisten.
Gesellschaftlich engagierter Unternehmer
Hinter der neuen Volksinitiative steht ein breit aufgestelltes Komitee, in dem Mitglieder aus allen wichtigen politischen Parteien vertreten sind. Initiant ist der Unternehmer Guido Fluri. Für ihn ist klar, dass man die Internetfirmen stärker in die Verantwortung nehmen muss.
Fluri engagiert sich seit Jahren auch in gesellschaftlichen Belangen. Vor rund zehn Jahren tat er dies mit der so genannten Wiedergutmachungsinitiative für Verdingkinder und Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen. Diese kam zustande. Bundesrat und Parlament nahmen das Anliegen darauf politisch auf. Die Volksinitiative wurde daraufhin zurückgezogen.
