AUS DEM LCH
LCH rüttelt mit Forderung nach Elternkursen auf
Mit dem aktuellen Schuljahr geht auch das LCH-Verbandsjahr zu Ende. Dieses war geprägt von Themen wie Schulabsentismus, inklusionsorientierter Schule und dem Umgang mit digitalen Medien an Schulen. Dies und mehr im Publikumsbericht 2025/26.
Schulabsentismus lässt sich nur zusammen angehen und lösen. Diese Botschaft vermittelte der LCH an seiner Jahresmedienkonferenz am 7. August 2025. Gemeinsam mit David Rey vom Syndicat des Enseignantes et Enseignants de Suisse romande (SER) trat LCH-Präsidentin Dagmar Rösler in Bern vor die Medien, um das Thema Schulabsentismus in den Fokus zu rücken. Denn nicht nur Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern, auch Lehrpersonen sind mit manchen Fällen überfordert.
Ein LCH-Mitglied habe an einer Delegiertenversammlung eindringlich darum gebeten, sich des Themas anzunehmen, sagte Rösler. Neben Rösler und Rey brachten auch LCH-Geschäftsleitungsmitglied Sandra Locher Benguerel und Stephan Kälin von der schweizerischen Vereinigung für Kinder- und Jugendpsychologie (SKJP) ihre Einschätzungen der Lage ein. Zahlreiche Medienschaffende nahmen an der Jahresmedienkonferenz teil und berichteten darüber.
Neues Outfit für Traditionsmagazin BILDUNG SCHWEIZ
Anlässlich des 25. Geburtstags des Verbandsmagazins BILDUNG SCHWEIZ, davor hiess es «Schweizerische Lehrerzeitung», erschien das Heft in neuem Gewand. Gemeinsam mit Art-Direktorin Karin Erdmann arbeitete das Redaktionsteam mehrere Monate am neuen Kleid der Publikation, die seit über 170 Jahren herausgegeben wird.

Und es hat sich gelohnt, denn der Auftritt ist frisch und strukturiert. Dabei bleiben die Qualitäten von BILDUNG SCHWEIZ bestehen. Wie bisher publiziert das Redaktionsteam interessante Beiträge zu bildungsrelevanten Themen, berichtet über Aktivitäten des Verbands und stellt Angebote für Mitglieder vor.
Der alle zwei Jahre stattfindende Schweizer Bildungstag wurde im September in Bern durchgeführt und war ein weiteres Highlight im LCH-Kalender. 140 Fachpersonen aus Bildung, Politik, Wirtschaft und Forschung folgten der Einladung von SER und LCH und befassten sich mit der Frage, wie die inklusionsorientierte Schule weiterentwickelt werden kann.
Der vollständige Publikumsbericht erscheint in der Juliausgabe von BILDUNG SCHWEIZ und auf LCH.ch/LCH/ueber-uns/Jahres-und-publikumsberichte zum Download.
Neben dem Walliser Staatsrat und EDK-Präsidenten Christophe Darbellay nahmen fünf weitere Bildungsvorstehende mit grossem Interesse an der Veranstaltung teil. LCH und SER fordern in einer gemeinsamen Mitteilung klare bildungspolitische Prioritäten, gezielte Investitionen und ein Bekenntnis zur Weiterentwicklung der inklusionsorientierten Schule. Denn: Eine solche kann nur gelingen, wenn sie als gemeinsame Aufgabe aller Akteurinnen und Akteure verstanden wird, lautete das Fazit.
Positionspapier über digitale Medien regt Diskussion an
Im November veröffentlichte der LCH das Positionspapier «Verantwortungsvoller Umgang mit digitalen Medien». Auch dieses wurde von einer breiten Öffentlichkeit zur Kenntnis genommen. Insbesondere die Forderung, wonach Erziehungsberechtigte obligatorische Kurse absolvieren sollen, um ihre eigenen Kompetenzen zu stärken und diese an ihre Kinder weiterzugeben, wurde von zahlreichen Medien aufgenommen und diskutiert.
Festzuhalten ist, dass der LCH eine Dreifachstrategie vorschlägt, wonach zur Stärkung der elterlichen Erziehungskompetenz auch gesetzliche Schutzmassnahmen für die Plattformbetreiber und die Befähigung der Schülerinnen und Schüler relevant sind.
Datum
Autor
(red)
Publikation
LCH News
