Vor fast genau fünf Jahren an der Delegiertenversammlung vom 13. Juni 2021 in Solothurn stellte ich mich zur Wahl in die Geschäftsleitung des LCH. An diesem wichtigen Tag bediente ich mich der Symbolik eines Lehrers, der in den Anfängen meiner Lehrtätigkeit ein wichtiger Mentor war. In seinem Klassenzimmer neben der Wandtafel hing eine Krawatte. Er pflegte sie anzuziehen, wenn er der Klasse etwas Wichtiges mitteilen wollte. Die Schülerinnen und Schüler verstanden die Symbolik und hörten jeweils gebannt zu, wenn er sie trug. Indem ich mir für besagte Delegiertenversammlung eine Krawatte umband, geknüpft hatte ich sie direkt am Rednerpult, erhoffte auch ich mir die ungeteilte Aufmerksamkeit der Delegierten.
Die Symbolkraft der Krawatte, die ich bei meiner Wahl in die Geschäftsleitung trug, hatte sich offenbar festgesetzt.
Nach vier Jahren als Mitglied der Geschäftsleitung nahm ich in dieser Funktion vergangenes Wochenende in Pratteln (BL) ein letztes Mal an einer LCH-Delegiertenversammlung teil. Sie ist die grösste Veranstaltung des Dachverbandes und findet jedes Jahr in einem anderen Kanton statt. Die DV ist das höchste Organ des Verbandes, entscheidet über grundlegende Anliegen oder wählt auch die Präsidentin oder die Geschäftsleitung. An der Veranstaltung werden wegweisende Entscheide für die Zukunft des Verbands getroffen. Darüber hinaus werden wichtige Kontakte geknüpft oder gepflegt. Kurz: Die Delegiertenversammlung ist ein Highlight in der Agenda des Dachverbandes.
Danke für die unzähligen Begegnungen
Zum Ende der diesjährigen Delegiertenversammlung kam schliesslich der Moment, an dem mich unsere Präsidentin Dagmar Rösler verabschiedete. Die Symbolkraft der Krawatte, die ich bei meiner Wahl in die Geschäftsleitung trug, hatte sich offenbar festgesetzt. Zum Abschied überreichte die Präsidentin mir eine Krawatte mit Eisvogel-Motiv. Damit spielt sie auf meine Passion, der Ornithologie, an, der ich künftig wieder mehr Zeit schenken möchte. Zudem gilt mein beruflicher Fokus wieder vermehrt meiner grossartigen Schule, die ich als Schulleiter führen darf. Standespolitisch bleibe ich weiterhin in der Geschäftsleitung von Bildung Bern.
Ich bedanke mich für die unzähligen Begegnungen und Gespräche, für die hervorragende Zusammenarbeit und für den Einsatz jedes einzelnen LCH-Mitglieds im Schulalltag!
