Geschichte

Chronologie

1808–1848     Gründungsversuche: Bereits zu Anfang des 19. Jahrhunderts werden immer wieder Versuche zur Vereinigung der Schweizer Lehrerschaft und zur Gründung eines schweizerischen Lehrervereins unternommen, die letztlich jedoch allesamt scheitern.

1849     Gründung des Schweizerischen Lehrervereins SLV: Am 30. Juni 1849 treten in Lenzburg 225 Lehrer aus fast allen Kantonen zur Gründung eines schweizerischen Lehrervereins zusammen. Im Zweckartikel des Schweizerischen Lehrervereins ist festgehalten: „Förderung des Erziehungs- und Unterrichtswesens in Schule und Haus durch alle Theile unseres Vaterlandes, soweit es im Bereich des Vereins liegen kann.“
Ausserdem beschliessen die Teilnehmenden, regelmässige Lehrerversammlungen abzuhalten sowie ein schweizerisches Schulblatt herauszugeben.

1856     Erstes Schulblatt: Die erste Herausgabe eines schweizerischen Schulblatts erscheint unter dem Titel „Pädagogische Monatszeitschrift für die Schweiz, im Auftrag des Schweizerischen Lehrervereins“. 1862 wurde die Zeitschrift umbenannt in „Schweizerische Lehrerzeitung“.

1890     Pädagogische Zeitschrift: Die revidierten Statuten sehen neben der Schweizerischen Lehrerzeitung die Herausgabe einer schweizerischen pädagogischen Zeitschrift vor. Diese erscheint 1891 als Vierteljahresschrift.

1895     Kantonalsektionen: Die seit der Gründung bestehende Forderung zur Schaffung kantonaler Sektionen wird umgesetzt. Neu gegründet wird ausserdem die Delegiertenversammlung. Diese trifft sich jährlich und ist zusammengesetzt aus den kantonalen Delegierten.

1901     Ständiges Sekretariat: Der Zuwachs an Mitgliedern, Vermögen und laufenden Geschäften führt zur Einrichtung eines ständigen Sekretariats.

1970     Gründung der KOSLO, der Konferenz der Schweizerischen Lehrerorganisationen: Sie setzt sich zusammen aus schweizerischen, regionalen und interkantonalen Organisationen der Lehrerschaft. Ihr Ziel ist die gegenseitige Information sowie die Vertretung von gemeinsamen Interessen gegenüber Behörden wie zum Beispiel der EDK, der Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren.

1989     Zusammenschluss von SLV und KOSLO zum LCH: Der Schweizerische Lehrerverband SLV schliesst sich mit der KOSLO, der Konferenz der Schweizerischen Lehrerorganisationen, zum neuen Dachverband LCH zusammen.

1993     Schaffung des LCH-Berufsleitbildes: Das Berufsleitbild beschreibt in 6 Leitsätzen die Kernpunkte des Berufsverständnisses und dient als Grundlage für die Verbandspolitik sowie als Orientierungsrahmen für die 50‘000 Mitglieder des LCH. Es wird im Jahr 1999 leicht angepasst und 2008 neu verfasst.

1994     Einrichtung einer Pädagogischen Arbeitsstelle: Die Chefredaktion der Schweizerischen Lehrerzeitung und die pädagogische Führung werden fachlich getrennt. Dazu schafft der LCH eine Pädagogische Arbeitsstelle als eigenständiges Organ.

1995     Gründung der Ebenrainkonferenz: Gemeinsam mit acht weiteren Verbänden ruft der LCH die Ebenrainkonferenz – die grösste Allianz der Arbeitnehmenden in der Schweiz – ins Leben. Sie umfasst heute 13 Berufsverbände und Gewerkschaftsdachverbände. Zusammen vertreten sie rund 800‘000 Arbeitnehmende in der Schweiz. 2003 übernimmt der LCH den Vorsitz und das geschäftsführende Sekretariat.

1999     Zeitschrift BILDUNG SCHWEIZ: Zehn Jahre nach seiner Gründung lanciert der Dachverband LCH die Zeitschrift BILDUNG SCHWEIZ als offizielle Berufszeitschrift. Sie ersetzt die „Schweizerische Lehrerinnen- und Lehrerzeitung“ und das Bulletin „LCH aktuell“, ist einerseits  Publikationsorgan und gleichzeitig die grösste Schweizer Bildungszeitschrift.
Herausgabe LCH-Standesregeln: Die zehn LCH-Standesregeln definieren Mindeststandards für die Berufsausübung der Lehrpersonen vom Kindergarten bis zum Tertiärbereich (Hochschulen und Universitäten). Lehrerinnen und Lehrer, die dem LCH angehören, verpflichten sich, die Standesregeln selbstverantwortlich einzuhalten.

2004     Parlamentarische Gruppe für Arbeit:
 Mit der Gründung der Parlamentarischen Gruppe für Arbeit wird der gegenseitige Informationsaustausch zwischen den Verbänden der Ebenrainkonferenz und den politischen Parteien sichergestellt. Die Anliegen der Arbeitnehmenden erhalten dadurch noch mehr Gehör.

2007     Neuordnung Verbandsstruktur: Der Zentralvorstand ZV wird abgeschafft. Seine Aufgaben und Kompetenzen gehen grösstenteils an die Präsidentenkonferenz PrK über. Die Präsidentenkonferenz wird damit zum strategischen Führungsorgan des LCH. Die einzelnen Regionalverbände verlieren ihre Funktion als eigenständige Organe.

2011     LCH & SER: Erste gemeinsame Präsidentenkonferenz des LCH mit dem Syndicat des Enseignants Romands (SER), dem Dachverband der Lehrpersonen der Romandie mit Sitz in Martigny, anlässlich des Ersten Schweizer Bildungstags in Bern.

2013     Neues CI / CD: Per 2. Dezember 2013 präsentiert sich der LCH in seinem neuen Kleid. Zum frischen Auftritt gehört das neue Logo, das fortan für alle künftigen Publikationen verwendet wird sowie den leicht angepassten Namen «Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz LCH», bei dem das Wort «Schweiz» nachgestellt wird. Die neu lancierte Website ist primäre Trägerin der einheitlich präsentierten Marke. Via Website soll dem gewachsenen Bedürfnis der aktuellen Berichterstattung und des umfangreichen Informationsaustauschs Rechnung getragen werden. 

2015     Neuer Geschäftssitz LCH: Der Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz LCH geht mit neuen Geschäftsräumen in die Zukunft. Am 6. Oktober 2015 hat das Zentralsekretariat LCH im Forum Z an der Pfingstweidstrasse 16 in Zürich-West moderne neue Büroräume bezogen. 

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