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Mein gutes Recht

11.11.2019 – Die UNO-Kinderrechtskonvention feiert 2019 ihr 30-jähriges Bestehen. Im neuen Praxismagazin ventuno und im Themendossier von éducation21 finden Lehrpersonen Vorschläge, wie sie die Kinderrechte im Sinne der Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) im Unterricht integrieren können.

Die UNO-Kinderrechtskonvention soll sicherstellen, dass jedes Kind das Recht auf Wohlbefinden und Entwicklung sowie auf den Schutz vor Gewalt, Vernachlässigung und Ausbeutung hat – auch jene, die ihre Eltern verloren haben, flüchten mussten oder eine Behinderung haben. So selbstverständlich diese Ziele klingen: Für Millionen von Kindern sind sie noch immer nicht garantiert, darunter auch für Kinder in der Schweiz. Umso wichtiger ist es, dass Kinder und Jugendliche ihre Rechte in der Schule kennen lernen. Chancengleichheit, Partizipation und Nicht-Diskriminierung müssen gelehrt und gelernt werden. Kinderrechte gehören zum Bildungsauftrag und sind im Lehrplan 21 aufgeführt.

Kinderrechte konkret erfahren
Die Auseinandersetzung mit ihnen ist ausserdem im Sinne der Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE): Sie fördert die Grundkompetenzen für ein gutes Zusammenleben und einen respektvollen Umgang miteinander. In Bezug auf BNE ist entscheidend, dass nicht nur Wissen über Kinderrechte vermittelt wird, sondern diese von den Lernenden konkret erfahren und aktiv vertreten werden können. Je nach Stufe kann dies sehr unterschiedlich aussehen: Junge Schülerinnen und Schüler können beispielsweise Situationen nachspielen, in denen Kinderrechte verletzt werden, oder sich mit einer übergeordneten, offenen Fragestellung wie «Was ist eine gute Kindheit?» auseinandersetzen. Für Lernende im Zyklus 3 kann es interessant sein, ihre Selbstständigkeit und Selbstvertrauen durch direkte Partizipation in der Erwachsenenwelt zu stärken.

Kinderrechte im Unterricht
Kinderrechte eröffnen zahlreiche thematische Anknüpfungspunkte. Im Themendossier von éducation21 finden sich Unterrichtsideen, Bildungsangebote und Lernmedien. Vertiefte Inputs, um Kinderrechte in der Schule zu behandeln, bietet die Praxiszeitschrift «ventuno» mit Reportagen, Interviews und Hintergrundberichten. Ausserdem gibt es in diesem Bereich vielfältige Bildungsangebote von ausserschulischen Akteuren. Organisationen wie die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi oder Terre des Hommes, aber auch lokale Initiativen wie etwa das Kinderbüro Basel, bieten Workshops und Unterstützung zu Projekten über Kinderrechte an. (pd; Foto: éducation21)

Weitere Informationen
www.education21.ch/de/themendossier/kinderrechte 
www.education21.ch/de/ventuno   

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