Studien

Gesundheit der Lehrpersonen in der Romandie, Umfrage, Institut universitaire romand de Santé au Travail, 2017

Wie schon lange vermutet wird, sind Lehrpersonen in unterrichtsfreien Zeiten während der Schulferien häufiger krank als während den Unterrichtszeiten. Eine grosse Befragung durch das renommierte arbeitsmedizinische Institut universitaire romand de Santé au Travail (IST) in Lausanne bringt es an den Tag: Über 50% der Lehrpersonen sehen in den Krankheiten während der unterrichtsfreien Zeit einen Zusammenhang zu ihrer beruflichen Belastung. Während der Schulzeit dagegen sind Lehrpersonen deutlich weniger und unterdurchschnittlich krank, was auf Präsentismus hinweist. 20 Prozent der Lehrpersonen sind sich aus gesundheitlichen Gründen nicht sicher, ob sie die nächsten zwei Jahre ihre Arbeit überhaupt noch weiterführen können, 61 Prozent meinen, ihre Gesundheit habe sich in den letzten fünf Jahren wegen der Arbeitsbelastung verschlechtert. Wer seine Arbeit als stressig empfindet, ist häufiger krank, auch physisch-somatisch. Wer häufiger krank ist, denkt auch öfter daran, aus dem Beruf auszusteigen.

Umfrage zur Gesundheit der Lehrpersonen in der Romandie, Studie IST/SER 2017 (Bericht von Regina Studer und Stéphane Quarroz, IST, 13.07.2017) (PDF 12.4 MB)

Gesundheitsschutz von Lehrpersonen, Rechtsgutachten, Thomas Geiser, 2017

Der Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz LCH hat Thomas Geiser, Professor für Privat- und Handelsrecht an der Universität St. Gallen, damit beauftragt, eine Überprüfung und Einschätzung des Bundesrechts im Hinblick auf den Gesundheitsschutz und die Gesundheitsförderung der Lehrpersonen durchzuführen. Die wichtigsten Erkenntnisse daraus: Die Gesundheitsschutzbestimmungen des Arbeitsgesetzes und des Unfallversicherungsgesetzes sind auf alle Lehrerinnen und Lehrer anwendbar, werden vom Arbeitgeber aber nur ungenügend umgesetzt.

Stellungnahme zum Gesundheitsschutz von Lehrpersonen (Rechtsgutachten von Prof. Dr. Thomas Geiser, Universität St. Gallen; 07.02.2017) (PDF 448 KB)

Berufsbedingte Krankheitskosten der Lehrpersonen, Schlussbericht, Büro Bass, 2016

Die vom LCH in Auftrag gegebene Studie des Büro BASS kommt mit vorsichtigen Berechnungen auf Kosten von jährlich ca. CHF 37 Mio für berufsbedingte Krankheitsausfälle von Lehrpersonen. Nicht eingerechnet sind Kosten für Casemanagement, Suche und Einarbeitung von Stellvertretungen oder Neubesetzungen sowie allfällige Invalidisierungen.

Bericht «Berufsbedingte Krankheitskosten der Lehrpersonen» (Studie von Kilian Künzi und Thomas Oesch, Büro BASS; 10.01.2017) (PDF 515 KB)

Die Belastung von Lehrpersonen aus arbeitsmedizinischer und -psychologischer Sicht, deskriptive Beobachtungsstudie, Ifa, 2016

Für eine Studie des ifa Baden wurden drei durchschnittlich belastete Lehrpersonen eines Schulhauses während eines Arbeitstages beobachtet und arbeitsmedizinisch vermessen. Die Ergebnisse zeigen die hohe Intensität der sozialen Interaktionen, fehlende persönliche Zeit sowie Belastungen durch schlechte Luft und ungenügende Lichtverhältnisse. Als Stressmultiplikatoren wirken grosse Klassen und zu kleine Räume.

Bericht «Die Belastung von Lehrpersonen aus arbeitsmedizinischer und -psychologischer Sicht – eine deskriptive Beobachtungsstudie» (Studie von Claude Sidler, Ifa; 28.11.2016) (PDF 2.6 MB)

Kurzbericht «Die Belastung von Lehrpersonen aus arbeitsmedizinischer und -psychologischer Sicht – eine deskriptive Beobachtungsstudie» (Studie von Claude Sidler, Ifa, 28.11.2016)
(PDF 304 KB)



Lehrpersonen und die individuelle Gestaltung ihres Arbeitspensums, Bericht, Landert Brägger Partner, 2016

Ist der Lehrberuf auch aus gesundheitlichen Gründen ein Teilzeitjob? Die repräsentative Befragung des Büros Landert Brägger Partner zeigt, dass gesundheitliche Belastungen in einem überraschend starken Mass zu Pensenreduktionen von Lehrpersonen führen.

Bericht «Lehrpersonen und die individuelle Gestaltung ihres Arbeitspensums» (Studie zur Teilzeitarbeit von Martina Brägger, Landert Brägger Partner; 25.10.2016) (PDF 592 KB)

Kurzbericht «Lehrpersonen und die individuelle Gestaltung ihres Arbeitspensums» (Studie zur Teilzeitarbeit von Martina Brägger, Landert Brägger Partner; 25.10.2016) (PDF 193 KB)

Kantonale Unterschiede im Fremdsprachenunterricht – Kosten durch Umzüge zwischen den Kantonen, Bericht, Landert Brägger Partner, 2016

Die aktuelle Situation mit unterschiedlichem Beginn von Englisch und Französisch verursacht jährliche Kosten in der Höhe von CHF 6,5 Mio. durch die Nachholbildung, wobei Englisch fast zwei Drittel der Kosten verursacht. Dass Französisch deutlich weniger gewichtet, ist in erster Linie auf den Sonderfall Graubünden zurückzuführen. Falls der Kanton Thurgau den Französisch-Start definitiv auf die Oberstufe verlegt, würde dies zu 7 Prozent mehr Kosten gegenüber der heutigen Situation führen. Falls die Kantone Zürich und Luzern dem Beispiel Thurgau folgen, steigen die Kosten auf fast 9 Mio. CHF pro Jahr.

Bericht «Kantonale Unterschiede im Fremdsprachenunterricht – Kosten durch Umzüge zwischen den Kantonen» (Studie von Martina Brägger, Landert Brägger Partner; 21.09.2016) (PDF 330 KB)

Die Berufszufriedenheit der Deutschschweizer Lehrerinnen und Lehrer, Bericht, Landert Brägger Partner, 2014

Zum vierten Mal hat der Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz LCH die Zufriedenheit seiner Mitglieder untersucht. Die Beteiligung mit über 15 000 auswertbaren Online-Fragebogen war noch nie so hoch. Die Gesamtzufriedenheit der Lehrerinnen und Lehrer von 4,3 auf einer Skala von 1 bis 6 liegt auch diesmal relativ tief. Die Gründe für das ernüchternde Resultat sind der Lohn, die Lohnentwicklung und die Umsetzung schulischer Reformen. Der LCH verlangt eine faire Lohnstrategie, die Reduktion der Lektionenzahl sowie genügend Ressourcen für die Umsetzung von Reformen.

 

Bericht «Die Berufszufriedenheit der Deutschschweizer Lehrerinnen und Lehrer. Bericht zur vierten Studie des Dachverbandes Lehrerinnen und Lehrer Schweiz LCH» (Studie von Charles Landert, Landert Brägger Partner; 05.09.2014) (PDF 1.3 MB)

Salärvergleich Unterrichtswesen – Privatwirtschaft/Public, Bericht, Towers Watson, 2014

Lehrerinnen und Lehrer bezahlen für ihre Berufswahl einen hohen Preis. Ihre Löhne liegen bis zu 39% tiefer als in Berufen mit vergleichbaren Anforderungen. Das zeigt eine neue Salärstudie des Beratungsunternehmens Towers Watson. An der Medienkonferenz vom 26. Juni 2014 in Zürich verlangte der Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz LCH die Beseitigung der Unterbezahlung und eine faire Lohnentwicklung, um genügend Nachwuchs und ein längerfristiges Verbleiben im Beruf zu sichern.

Medienmitteilung LCH: Löhne der Lehrpersonen sind nicht konkurrenzfähig (PDF 296 KB)
Lohnforderung LCH 2015 (PDF 731 KB)
Studie Salärvergleich Unterrichtswesen – Privatwirtschaft/Public (Studie von Hans Münch und David Winkler, Towers Watson; 10.06.2014) (PDF 462 KB)

Salärvergleich Löhne Lehrberufe – Privatwirtschaft, Bericht, PriceWaterhouseCoopers, 2010

Wer an Schweizer Schulen unterrichtet oder sich für die Ausbildung zur Lehrerin und zum Lehrer entscheidet, nimmt gravierende Nachteile beim Lohn in Kauf. Dies gilt nicht nur für den Vergleich mit der Privatwirtschaft, sondern auch mit dem öffentlichen Sektor. Eine Salärvergleichs-Studie des renommierten Unternehmens für Wirschaftsprüfung und -beratung PricewaterhouseCoopers PWC im Auftrag des Dachverbandes Lehrerinnen und Lehrer Schweiz ergibt, dass Lehrpersonen von rund 10 % bis zu 85 % weniger Jahreslohn erhalten als andere Berufsleute mit gleichwertiger Ausbildung und vergleichbaren Arbeitsanforderungen. 


Medienmitteilung Salärstudie PWC, 12.06.2010 (PDF 56 KB)
Studie Salärvergleich: Löhne Lehrberufe – Privatwirtschaft (Studie von PriceWaterhouseCoopers; 12.06.2010) (PDF 447 KB)
Präsentation zur Studie Salärvergleich: Löhne Lehrberufe – Privatwirtschaft, 12.06.2010 (PDF 298 KB)

Arbeitszeiterhebung LCH 2009, Bericht, Landert Partner, 2009

Arbeitszeiterhebung LCH 2009
Lehrerinnen und Lehrer leisten mehr als drei Wochen unbezahlte Arbeit im Jahr. Dies geht aus einer wissenschaftlichen Erhebung des Dachverbandes Lehrerinnen und Lehrer Schweiz LCH hervor. Seit 1999 stieg die Arbeitszeit der Lehrpersonen um durchschnittlich 133 Jahresstunden und liegt heute mehr als drei Arbeitswochen über der Referenz-Arbeitszeit im öffentlichen Dienst – ein Spitzenwert in Europa. An einer Medienorientierung in Zürich forderte der LCH von den kantonalen und kommunalen Arbeitgebern eine Senkung der Pflichtlektionen-Zahl.

Arbeitszeiterhebung LCH 2009: Bericht zur Erhebung bei 5000 Lehrpersonen im Zeitraum Oktober 2008 – September 2009 (Studie von Charles Landert und Martina Brägger, Landert Partner; 02.12.2009) (PDF 1.5 MB)
Zusatzauswertung Arbeitszeiterhebung LCH 2009 nach Geschlecht (PDF 78 KB)


Arbeitszeiterhebung LCH 1999, aktualisierte Auflage 2006, Bericht, Landert Partner, 2006

Ergebnisse einer einjährigen Erhebung bei 2500 Lehrerinnen und Lehrern verschiedener Schulstufen und Kantone.

Arbeitszeiterhebung LCH 1999 (aktualisierte Auflage 2006) (PDF 29 KB)

 

 

Die Berufszufriedenheit der Deutschschweizer Lehrerinnen und Lehrer, Bericht, Landert Farago Partner, 2007

Dritte Studie des LCH zur Berufszufriedenheit der Lehrerinnen und Lehrer
Arbeitsbedingungen und unseriöse Reformen nagen an der Substanz. Die Berufszufriedenheit der Lehrerinnen und Lehrer ist allgemein immer noch recht hoch. Das Arbeitsklima an der eigenen Schule hat sich in den letzten Jahren gar deutlich verbessert. Die Lehrerinnen und Lehrer schreiben sich heute grössere Kompetenz zu als früher. Markant schlechter geworden ist die Zufriedenheit in Bezug auf Aufstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten, Seriosität von Schulreformen, Verlässlichkeit der Anstellungs- und Arbeitsbedingungen, administrativen Aufwand sowie in Bezug auf das Gleichgewicht zwischen Arbeitszeit und Erholung. Dies zeigt die neueste Untersuchung zur Berufszufriedenheit, welche der Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz (LCH) nach 1990 und 2001 zum dritten Mal durch ein wissenschaftliches Institut durchführen liess.

Die Berufszufriedenheit der Deutschschweizer Lehrerinnen und Lehrer: Bericht über die Onlinebefragung vom September/Oktober 2006 (Studie von Charles Landert, Landert Farago Partner; 30.08.2007) (PDF 513 KB)

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