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Gute Ausbildungssituation für Jugendliche

18.10.2019 – Rund 74'000 Jugendliche haben diesen Sommer die Schule abgeschlossen. 49 Prozent wählten eine berufliche Grundbildung, 37 Prozent den allgemeinbildenden Weg und 14 Prozent eine Zwischenlösung. Die grosse Mehrheit ist mit ihrer Situation zufrieden. Dies zeigt das neuste Nahtstellenbarometer des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation.

Die meisten Jugendlichen können nahtlos mit ihrer bevorzugten Ausbildung beginnen und sind glücklich mit ihrer Ausbildungswahl. Das zeigt das Nahtstellenbarometer, welches der Befragungsdienst gfs.bern zweimal jährlich im Auftrag des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) erstellt. Für die nun vorliegenden Hochrechnungen wurden von Anfang August bis Anfang September 2019 1852 Jugendliche im Alter von 14 bis 16 Jahren schriftlich befragt. 80 Prozent der Jugendlichen geben an, dass die eingeschlagene Ausbildung ihre Traumausbildung respektive Wunschlösung ist. 92 Prozent freuen sich auf ihre Ausbildung. Nur knapp 30 Prozent bezeichnen den eingeschlagenen Ausbildungsweg als Übergangslösung.

Berufliche Grundbildung wird am häufigsten gewählt
Knapp die Hälfte der Jugendlichen an der ersten Nahtstelle entscheidet sich für eine berufliche Grundbildung. Damit bleibt sie – insbesondere für junge Männer – die erste Wahl. Die drei meistgewählten Lehrberufe sind Kaufmann, Informatiker und Elektroinstallateur. Bei den jungen Frauen zählen Kauffrau, Fachfrau Gesundheit und Detailhandelsfachfrau zu den Top-3-Lehrberufen. Die meisten Jugendlichen beginnen eine drei- oder vierjährige Lehre, die mit einem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis (EFZ) abgeschlossen wird. Zweijährige Grundbildungen mit einem eidgenössischen Berufsabschluss (EBA) bleiben mit lediglich 2 Prozent die Ausnahme. Parallel zur Berufslehre eine Berufsmaturität zu absolvieren, kommt für stabile 20 Prozent der Lernenden in Frage.


Lehrstellen wegen ungeeigneten Bewerbungen nicht besetzt
Die Unternehmen boten im August 2019 rund 90'000 Lehrstellen an. Davon konnten knapp 80'000 besetzt werden. In den Bereichen Gastgewerbe, Baugewerbe sowie Erziehung und Unterricht blieb rund jede fünfte Lehrstelle unbesetzt. Am häufigsten blieben Lehrstellen wegen ungeeigneten Bewerbungen offen. Der Trend der Gründe für nicht besetzte Lehrstellen verweist ausserdem auf einen generellen Rückgang an Bewerbungen. Dies geht aus der schriftlichen Befragung der Unternehmen hervor, die von Mitte August bis Anfang September erfolgte. Befragt wurden 3961 Betriebe mit mindestens zwei Mitarbeitenden in Vollzeitäquivalenten.

Meist öffentliche weiterführende Schulen besucht

Bei den Maturitätsschülerinnen und -schülern konnte der Grossteil an der Schule, die sie besuchen, den Schwerpunkt ihrer Wahl im Angebot finden. Die grosse Mehrheit besucht öffentliche Schulen. Zu den meistgewählten gymnasialen Schwerpunkten gehören Biologie und Chemie, Wirtschaft und Recht sowie das neusprachliche Profil. An den Fachmittelschulen wurden am häufigsten die Schwerpunkte Gesundheit, Pädagogik und soziale Arbeit gewählt. Der detaillierte Ergebnisbericht wird Ende Oktober veröffentlicht. (pd, Bild: iStock/zorattifabio)


Weitere Informationen
Medienmitteilung des Bundesrats vom 17. Oktober 2019: «Jugendliche mit Ausbildungssituation zufrieden»
www.sbfi.admin.ch/sbfi/de/home/bildung/berufliche-grundbildung/nahtstellenbarometer.html 

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