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Religion und Kultur unterwegs im Dialog

22.10.2018 – Das nationale Vermittlungsprojekt «Dialogue en Route» von Iras Cotis bietet Schulklassen die Möglichkeit, die religiöse und kulturelle Vielfalt der Schweiz zu entdecken. Zum bestehenden Programm in der Ostschweiz kommen seit diesem Monat neu rund 20 Angebote in der Nordwest- und Zentralschweiz hinzu.

Ein Besuch mit der Schulklasse in der Moschee Emmenbrücke, in den ehemaligen «Judendörfern» Endingen und Lengnau im Kanton Aargau oder im christlichen Wallfahrtsort Flüeli-Ranft: Alle diese Angebote sind Teil des nationalen Vermittlungsprojekts «Dialogue en Route» der Interreligiösen Arbeitsgemeinschaft in der Schweiz Iras Cotis. Bei diesen Angeboten, die von der Ausstellung über den Mittagstisch bis zum Workshop reichen und auch für Erwachsene zugänglich sind, erhalten Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, aktiv Brennpunkte der Schweizer Religionsgeschichte und gesellschaftlichen Gegenwart zu erkunden.

Der Lehrplan 21 verlangt, die Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler im Umgang mit religiöser und kultureller Vielfalt zu fördern. Das Projekt «Dialogue en Route» versteht sich als Reaktion auf diese Forderung mit seinen Vermittlungsangeboten in Kirchen, Moscheen, Tempeln und Museen. Für eine sorgfältige Vor- und Nachbereitung der Exkursionen in der Schule wurden didaktische Aufgabensets in den Fachbereichen «Ethik, Religionen, Gemeinschaft» und «Räume, Zeiten, Gesellschaften» entwickelt.

Seit Oktober 2018 können Schulklassen, Vereine und Gruppen die 20 neuen Angebote in der Nordwestschweiz, der Zentralschweiz und im Tessin auf der Webplattform www.enroute.ch buchen. Sie ergänzen das laufende Programm in der Ostschweiz und im Kanton Zürich. 2019 folgt die letzte Etappe mit Bern, Solothurn und der gesamten Romandie. «Dialogue en Route» wird von den grossen Religionsverbänden wie beispielsweise der Schweizerischen Bischofskonferenz SBK oder dem Schweizerischen Israelitischen Gemeindebund SIG getragen. An der Umsetzung sind neben den Universitäten Bern, Lausanne und Luzern auch diverse Pädagogische Hochschulen beteiligt.


Interreligiöser Kalender

Gemeinsam bieten Iras Cotis und Éditions Agora den «Kalender der Religionen» an. Er listet die Daten der wichtigsten Feste und Feiertage auf und kann für den Unterricht in Religion und Kultur verwendet werden. Der Kalender reicht jeweils von September bis Dezember des Folgejahrs, aktuelles Thema sind Übergangsriten in Kindheit und Jugend. Diese werden in grossformatigen Bildern dargestellt. Der Kauf des Kalenders ermöglicht den Zugriff auf eine Internetseite mit weiterem Begleitmaterial. (pd/mw; Bild: Michael Lio/Iras Cotis) 


Weitere Informationen
www.enroute.ch 
www.kalender-der-religionen.ch 

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