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Schwarz des Himmels trifft auf Erde und Trabanten

14.07.2020 – Am Literaturaustauschprojekt «ch Reihe an den Schulen» beschäftigen sich Schulklassen der Sekundarstufe II mit Werken in einer anderen Landessprache sowie mit den deutschen Übersetzungen. Diese stellt das Autor-Übersetzerteam beim Besuch im Klassenzimmer vor. Die Anmeldefrist für die Teilnahme endet am 31. Oktober 2020.

Das Literaturaustauschprojekt «ch Reihe an den Schulen» der ch Stiftung für eidgenössische Zusammenarbeit ermöglicht Begegnungen mit der Schweizer Literatur in einer anderen Landessprache. 2020 stehen sieben Autorinnen und Autoren aus der Westschweiz, dem Tessin und der rätoromanischen Schweiz sowie ihre Übersetzerinnen und Übersetzer bereit, um mit ihren Werken aus allen Genres Schulklassen der Sekundarstufe II zu besuchen.

Geschichten auf einer Skulptur
Aus der Romandie spricht die poetisch dichte, dunkle Stimme von Mary-Laure Zoss im zweisprachigen Gedichtband «Le noir du ciel» (Das Schwarz des Himmels). Für ihre Reportage «Un monde en toc» (Verkaufte Welt) ist Rinny Gremaud einmal um den Erdball gereist, um die grössten Einkaufszentren der Welt zu besuchen. Jean-Pierre Rochat hat während drei Monaten auf der Robert-Walser-Skulptur in Biel jeden Tag eine Geschichte geschrieben. Die entstandenen Texte sind nun im Buch «Chaque jour une histoire» (Jeden Tag eine Geschichte) zusammengefasst. In ihrem Roman «Antonia» verknüpft die gebürtige Italienerin Gabriella Zalapì, die heute in Paris lebt, eine atemberaubende kosmopolitische Familiengeschichte mit der Selbstbehauptung einer jungen Frau.

Das Tessin ist zweimal vertreten, zum einen durch Matteos Terzaghis Sammlung von Kürzesterzählungen «La terra e il suo satellite» (Die Erde und ihr Trabant), in der sich Alltagsabenteuer in Reflexionen und mentale Abschweifungen in kleine Abenteuergeschichten verwandeln. Zum anderen erzählt Fabiano Alborghetti in seinem bildstarken Versepos «Maiser» von den italienischen Landarbeitern in der Schweiz. Zu guter Letzt geht Leontina Lergier-Caviezel in ihrem Roman auf Rätoromanisch dem auf die Spur, was «Davos ils mugrins» (Hinter dem Gwätt) gesprochen wird.

Teilnahme ist kostenlos
Für die Lesungen mit den Autor-Übersetzerteams können sich sämtliche Schulklassen der Sekundarstufe II bis zum 31. Oktober 2020 anmelden. Die Lesungen sind kostenlos, dauern maximal zwei Lektionen und finden im Verlauf des Jahrs 2021 statt. Eine interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen den Fächern der Originalsprache (Französisch oder Italienisch) und der Übersetzungssprache (Deutsch) ist sinnvoll. Aufgrund der beschränkten Anzahl Lesungen kann bei grosser Nachfrage nur eine Lesung pro Schule bewilligt werden. Die Lesungen werden ausserdem gleichmässig unter den Sprachregionen und den Autor-Übersetzerteams verteilt. Nach Ablauf der Anmeldefrist erfahren die Schulen, ob ihre Anmeldung gutgeheissen wurde. (pd/mw; Foto: ch Stiftung)

Anmeldung und weitere Informationen
www.chstiftung.ch/schulen 

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